Einspruch gegen Entscheidung der Familiekasse

Ist man mit einer Entscheidung der Familiekasse nicht einverstanden, kann man einen Einspruch einlegen. Dann wird die Entscheidung nochmals überprüft. Der Einspruch muss innerhalb von einem Monat nach der Bekanntgabe der Entscheidung in schriftlicher Form bei der Familiekasse eingereicht werden. Alternativ dazu kann man den Einspruch auch persönlich bei einem Mitarbeiter der Familiekasse zur Niederschrift erklären. Das Einspruchsverfahren ist kostenfrei. Kann die Familiekasse dem Einspruch nicht folgen, bekommt der Kindergeldbezieher eine sog. Einspruchsentscheidung. Innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung kann der Kindergeldbezieher beim Finanzgericht Klage erheben. Welches Finanzgericht dabei zuständig ist, kann der Einspruchsentscheidung entnommen werden. Hier ist das Klageverfahren allerdings mit Kosten verbunden.

Wurde Einspruch oder Klage gegen den Bescheid der Familiekasse eingelegt, kann dennoch eine durch den Bescheid erhobene Erstattungsforderungen bestehen bleiben. Die Zahlung ist dennoch sofort und in voller Höhe fällig, sodass die trotz der Klage beglichen werden muss. Man kann in diesem Fall aber bei der Familiekasse einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellen. Vor allem wenn die Zahlung eine besondere Härte für den Kindergeldbezieher bedeuten würde, ist dies der Fall. In dem Antrag muss der Bezieher von Kindergeld erläutern und ggf. nachweisen, warum eine besondere Härte besteht. In einem gesonderten Bescheid von der Familiekasse wird die Entscheidung über den Aussetzungsantrag mitgeteilt. Wird die Aussetzung von der Familiekasse abgelehnt, kann der Bezieher von Kindergeld Einspruch einlegen oder sich an das zuständige Finanzgericht wenden.

Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

-Pearl S. Buck-