Rechtsanwalt: Position im Rechtsstreit

Ein Rechtsanwalt hat die allgemeine Aufgabe, als unabhängiges Organ des Rechtssystems aufzutreten. Das bedeutet, dass bei Rechtsstreitigkeiten Anwälte als Vertreter der streitenden Parteien auftreten, um in einer angemessenen Form über Recht und Unrecht zu verhandeln. Du kannst dich hier informieren, welche Leistungen Du für deinen Rechtsstreit benötigst, denn von Strafrecht bis hinzu Familienrecht gibt es die verschiedensten, juristischen Vertiefungen in denen sich ein Rechtsanwalt spezialisieren kann.

Ein Anwalt wird zum Vertreter einer Privatperson oder aber auch eines Unternehmens freiwillig auf Basis eines Vertrages oder auf unfreiwilliger Basis durch die gesetzliche Pflicht einen Vertreter bei Rechtsstreitigkeiten zu haben. Diese Pflicht einen Anwalt bei speziellen Rechtsstreitigkeiten zur Seite gestellte zu bekommen, nennt sich Anwaltszwang. Dabei gibt es die Möglichkeit, dass ein Anwalt juristische Personen oder natürliche Personen vertritt. Natürliche Personen sind lebendige Menschen. Im Gegensatz dazu können juristische Personen auch Gesellschaften sein, die ihr Recht geltend machen wollen. Die Geschichte der Anwälte begann schon im antiken Athen. Schon damals wurden Rechtsstreitigkeiten mit Hilfe von Vertretern vor Gericht geklärt. Diese Tradition zog sich von dem antiken Athen über das römische Reich bis in die heutige Zeit. Die Hauptaufgabe ist die parteiliche Interessenvertretung. Das bedeute, dass ein Anwalt die Interessen seines Mandanten so gut wie möglich vertreten muss, auch wenn er nicht derselben Meinung oder Auffassung seines Mandanten ist. Der Leistungsumfang eines Anwalts beinhaltet neben der Rechtsberatung, auch noch Informationen über seine Erfolgschancen, die Unterstützung bei der Beweissicherung und eine Kontrolle über die Kosten, die für den Rechtstreit entstehen könnten. Anwälte, die einen Mandanten in einem Verfahren vor Behörden oder Gerichten schützen und es sich dabei beispielsweise um einen Strafprozess oder Ähnliches handelt, heißen Verteidiger.

Wer als Rechtsanwalt praktizieren will, muss eine Zulassung durch eine Landesjustizverwaltung erhalten haben. Die Zulassung einer Landesjustizverwaltung erhält man durch ein klassisches Studium der Rechtswissenschaften. Dieses Jurastudium sieht eine Regelstudienzeit von 9 Semestern vor, die sich in ein Grund- und in ein Hauptstudium unterteilen. Das Grundstudium umfasst in der Regel 4 Semester und endet mit einer Zwischenprüfung. In diesem Zeitraum werden die Grundlagen des deutschen und internationalen Rechts vermittelt und wichtige Methoden zur Rechtsfindung erlernt. Das anschließende Hauptstudium umfasst je nach Universität ein bis drei Semester. In dem Hauptstudium gewinnt man keinen Überblick mehr, sondern geht tiefer in den Stoff der verschiedenen Rechtsarten. Am Ende des Jurastudiums steht das 1. Staatsexamen. Das 1. Staatsexamen bescheinigt die theoretischen Fähigkeiten eines Anwalts. Im Anschluss an das Staatsexamen folgt das Referendariat in einer Kanzlei als praktischer Teil der Zulassung.

Das sicherste Mittel, Kinder zu verlieren, ist, sie immer behalten zu wollen.

-Adolf Sommerauer-