Verwandtschaftliche Beziehungen und Kindergeld

Grundsätzlich haben die Eltern von leiblichen Kindern einen Anspruch auf das Kindergeld in Deutschland. Genauer gesagt ist hier von Kindern die Rede, die im ersten Grad mit dem Antragsteller verwand sind. Darunter fallen nach dem Gesetz nicht nur die leiblichen Kinder, sondern auch adoptierte Kinder. Gleiches gilt auch für Enkelkinder, die vom Antragsteller in dessen Haushalt aufgenommen wurden. Auch wer Pflegekinder hat, mit denen der Antragsteller durch ein familienähnliches, auf längere Dauer berechnetes Band verbunden ist hat einen Anspruch auf das Kindergeld. Grundsätzlich aber haben die Eltern einen Anspruch auf Kindergeld - nicht die Kinder. Jedoch gibt es hier eine Ausnahme, und zwar wenn das Kind ein Vollwaise ist oder der Aufenthaltsort der Eltern unbekannt ist. In diesem Fall wird der Anspruch auf Kindergeld von den Eltern an die Kinder angetreten. Dann können die Kinder selbst das Kindergeld für sich geltend machen. Ferner besteht aber der Grundsatz, dass nur die Kinder, die einen Wohnsitz in Deutschland, in der Europäischen Union oder im Europäischen Währungsraum haben, einen Anspruch auf Kindergeld haben. Hier gibt es aber Ausnahmen, die im Einzelfall entschieden werden.

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

-Albert Einstein-